Inhaltsstoff-Leitfäden

Magnesium Ascorbyl Phosphate: Ein stabiles Vitamin-C-Derivat

Magnesium Ascorbyl Phosphate löst das Stabilitätsproblem der Ascorbinsäure. Hier sind INCI, CAS und wie es sich von reinem Vitamin C auf einem Etikett unterscheidet.

The Compliance Desk3 Min. Lesezeit

Ascorbinsäure, reines Vitamin C, ist ein wirklich wirksames Antioxidans und ein Wirkstoff zur Aufhellung, aber auch ein Kopfschmerz für Formulierer. Es oxidiert schnell, verfärbt ein Serum innerhalb weniger Wochen braun, wenn Verpackung und pH-Wert nicht perfekt sind, und braucht einen niedrigen pH-Wert, der empfindliche Haut reizen kann. Magnesium Ascorbyl Phosphate existiert weitgehend, um dieses Problem zu lösen, und es lohnt sich, es als eigenständigen Inhaltsstoff zu verstehen statt nur als „die stabile Version von Vitamin C", ohne zu wissen, warum diese Stabilität überhaupt besteht.

Was es von Ascorbinsäure unterscheidet

Magnesium Ascorbyl Phosphate ist ein Derivat, bei dem eine Phosphatgruppe an das Ascorbinsäure-Molekül angehängt ist, mit Magnesium als Gegenion. Diese Phosphatgruppe ist der ganze Sinn der Sache. Sie schützt den reaktiven Teil des Vitamin-C-Moleküls davor, bei Luft- und Lichtkontakt zu oxidieren, genau das, was reine Ascorbinsäure so schwer stabil zu halten macht in einem Fertigprodukt.

Sobald es auf der Haut ist, besagt die Theorie, dass natürlich vorkommende Enzyme (Phosphatasen) in der Haut diese Phosphatgruppe abspalten und dabei aktive Ascorbinsäure am Wirkort freisetzen. Ob diese Umwandlung effizient und in welchem Tempo abläuft, ist eine differenziertere Frage, als Werbetexte üblicherweise vermitteln, und ein Bereich, in dem Formulierer vernünftigerweise unterschiedlich darüber kommunizieren, wie sie den Nutzen des Inhaltsstoffs darstellen. Unstrittig ist der Stabilitätsvorteil bei Lagerung und Haltbarkeit, was der praktische Grund ist, warum die meisten Hersteller darauf zurückgreifen.

Es ist außerdem wasserlöslich und funktioniert bei einem hautfreundlicheren, näher am Neutralbereich liegenden pH-Wert als Ascorbinsäure braucht, ein weiterer Grund, warum es in milderen, auf empfindliche Haut ausgerichteten Rezepturen auftaucht.

INCI- und CAS-Identifikation

Eigenschaft Detail
INCI-Name Magnesium Ascorbyl Phosphate
CAS-Nummer 113170-55-1
Typische Funktion Antioxidans, Hautpflege
Typische Anwendungsmenge Oft im Bereich von 1 % bis 10 %, je nach Rezeptur und gewünschtem Effekt, wobei viele Fertigprodukte eher im unteren bis mittleren Teil dieses Bereichs liegen
Löslichkeit Wasserlöslich
pH-Wert Funktioniert bei einem moderateren pH-Wert als Ascorbinsäure, generell freundlicher für Rezepturen für empfindliche Haut

Vergleichen Sie das mit reiner Ascorbinsäure, INCI „Ascorbic Acid", CAS-Nummer 50-81-7, die eine niedrige pH-Umgebung und deutlich sorgfältigere Verpackung braucht (luftlose Pumpen, blickdichte Behälter, manchmal mit Stickstoff gespült), um über die Haltbarkeit eines Produkts stabil zu bleiben. Wenn Ihre Zutatenliste in der Lieferanten-Kurzform „Vitamin C" angibt, bestätigen Sie immer, welches konkrete Derivat oder welche Form Sie tatsächlich verwenden, bevor Sie es auflisten, denn Ascorbinsäure, Magnesium Ascorbyl Phosphate, Sodium Ascorbyl Phosphate und Ascorbyl Glucoside sind alles eigenständige INCI-Einträge mit eigenständigen CAS-Nummern, keine austauschbaren Synonyme für eine Meldung.

Warum diese Unterscheidung für Ihre Meldung wichtig ist

Das Cosmetic Notification Form (CNF) von Health Canada verlangt den konkreten INCI-Namen dessen, was Sie tatsächlich verwendet haben, mit einer Konzentration oder einem Konzentrationsbereich. „Vitamin C" als Sammelbegriff aufzulisten ist nicht präzise genug und birgt das Risiko einer Diskrepanz, falls ein Prüfer oder eine spätere Prüfung Ihre Rezeptur gegen Ihre Lieferantendokumentation abgleicht. Wenn Ihr Analysenzertifikat Magnesium Ascorbyl Phosphate, CAS 113170-55-1, angibt, gehört das in Ihre Meldung, nicht ein generischer Vitamin-C-Platzhalter.

Das ist auch für die Genauigkeit Ihrer Werbung relevant. Wenn Ihr Produkttext „stabilisiertes Vitamin C" oder „mildes Vitamin-C-Derivat" sagt, passt das zu Magnesium Ascorbyl Phosphate. Wenn Ihr Text suggeriert, Sie würden reine Ascorbinsäure in relevanter Menge für maximale Wirksamkeit einsetzen, tatsächlich aber das Phosphat-Derivat verwenden, ist das eine Diskrepanz zwischen Ihrer Aussage und Ihrer Rezeptur, die Sie besser vor dem Launch bemerken als nach einer gezielten Kundenfrage.

Ein schneller Realitätscheck vor der Meldung

Ziehen Sie das Analysenzertifikat oder technische Datenblatt Ihres Lieferanten heran und bestätigen Sie, dass der genaue INCI-Name und die CAS-Nummer mit dem übereinstimmen, was Sie auflisten. Wenn Sie einen „Vitamin-C-Komplex" oder ein Mischprodukt kaufen, lassen Sie sich die tatsächliche Aufschlüsselung geben, damit Sie wissen, ob Magnesium Ascorbyl Phosphate die primäre Vitamin-C-Quelle ist oder eine von mehreren kombinierten Formen, denn das ändert sowohl die Genauigkeit Ihrer Kennzeichnung als auch die Prozentrechnung für die Meldung.

Genau das ist die Art von Zuordnungsproblem, die der Zutaten-Abgleich von Cosmetic Comply abfangen soll: den Handelsnamen oder die Kurzform eines Lieferanten zu nehmen und die korrekte Zuordnung von INCI und CAS zu bestätigen, bevor ein echter Prüfer sein Okay gibt und die Meldung eingereicht wird.

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