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Bundles und Geschenksets: Welche Produkte eine Meldung brauchen

Ein Geschenkset mit fünf Kosmetika darin bedeutet fünf einzelne Meldepflichten, nicht eine Meldung auf Set-Ebene. Hier ist, wie du über den Umfang nachdenken solltest.

Cosmetic Comply Team4 Min. Lesezeit

Zur Geschenkset-Saison kommt diese Frage am häufigsten auf: Du hast eine schöne Weihnachtsbox zusammengestellt mit einem Stück Seife, einem Lippenbalsam, einer kleinen Dose fester Lotion und einem Probierfläschchen Körperöl, und du fragst dich, ob die ganze Box für Meldezwecke als 'ein Produkt' zählt. Tut sie nicht. Jedes Kosmetikum in dieser Box trägt seine eigene individuelle Meldepflicht, genau wie wenn es einzeln verkauft würde.

Warum Bündeln die zugrunde liegenden Produkte nicht verändert

Behörden interessiert, was tatsächlich auf einen Körper aufgetragen wird, nicht wie es vermarktet wird. Ein Geschenkset ist eine Entscheidung zur Einzelhandelsverpackung, eine Möglichkeit, vier oder fünf Dinge zu einem besseren Preispunkt und einem schöneren Auspackerlebnis zusammen zu verkaufen. Aber die Seife, der Lippenbalsam, die Lotion und das Körperöl sind jeweils eigenständige Formeln mit eigenen Zutatenlisten, und jede braucht ihre eigene Meldung, genauso wie wenn sie einzeln im Regal verkauft würde.

Denk daran aus Sicht der Behörde: Wenn es je Bedenken zu einem Produkt in diesem Set gibt, sei es eine Allergenbeschwerde oder eine Frage zur Kennzeichnung, müssen sie diese spezifische Formel zu ihrer eigenen Meldung zurückverfolgen können. Eine einzige 'Geschenkset'-Meldung, die vier verschiedene Zutatenlisten unter einem Dach abdeckt, würde ihnen diese Rückverfolgbarkeit nicht geben, genau deshalb funktioniert das System nicht so.

Wie das in der Praxis aussieht

Angenommen, dein Weihnachtsset enthält:

  1. Eine kaltgerührte Riegelseife mit der Aussage 'feuchtigkeitsspendend' (was sie zu einem Kosmetikum macht, nicht zu befreiter echter Seife)
  2. Einen getönten Lippenbalsam
  3. Einen festen Lotionsriegel
  4. Ein Roll-on-Körperöl

Das sind vier getrennte Produkte, jedes braucht ein eigenes eingereichtes Cosmetic Notification Form, eine eigene Zutatenliste, die INCI-Namen und Konzentrationen zugeordnet ist, und eine eigene CN-Nummer. Wenn du bereits drei dieser vier Artikel einzeln verkaufst und sie bereits gemeldet sind, musst du sie nicht neu einreichen, nur weil sie jetzt auch in einem Bundle auftauchen. Aber in dem Moment, in dem einer davon eine wirklich neue Formel ist, eine limitierte Duftvariante, eine saisonale Farbänderung beim Lippenbalsam, ein anderes Duftstoff-Blend in der Lotion, braucht diese Variante eine eigene Meldung oder Änderungsmeldung, auch wenn sie nur jemals als Teil des Sets und nie einzeln verkauft wird.

Wo Herstellerinnen und Hersteller tatsächlich stolpern

  • Annehmen, dass kleinere 'Probiergrößen' befreit sind. Eine Reisegröße einer Lotion ist immer noch dieselbe kosmetische Funktion in kleinerem Volumen. Größe ändert die Meldepflicht nicht.
  • Einen saisonalen Duftwechsel als kosmetisch identisch mit dem Basisprodukt behandeln. Wenn du deinen unparfümierten Standard-Lotionsriegel nimmst und für ein Weihnachtsset ein Pfefferminz-Blend aus ätherischem Öl hinzufügst, ist das eine andere Formel mit neuen Inhaltsstoffen (und möglicherweise neuen Allergenen), die eine eigene Meldung oder Änderungsmeldung braucht, nicht die Wiederverwendung der CN-Nummer des Basisprodukts.
  • Vergessen, dass das Etikett auch auf Einzelproduktebene funktionieren muss. Auch innerhalb einer Geschenkbox braucht jedes Produkt normalerweise sein eigenes konformes Etikett mit eigener Zutatenliste, nicht nur ein kombiniertes Etikett auf der äußeren Verpackung.
  • Einen limitierten Weihnachtsartikel einstellen, ohne die Einstellung zu melden. Wenn ein saisonaler Duft ein Einzelstück war und nicht zurückkehrt, repräsentiert diese Meldung technisch ein Produkt, das nicht mehr auf dem Markt existiert; deine Meldungen aktuell zu halten bedeutet, das zu protokollieren, wenn es passiert.

Eine praktische Checkliste für den Aufbau eines Sets

Schritt Was zu prüfen ist
Jeden eigenständigen Artikel im Set auflisten Nicht nur Kategorien, tatsächliche eigenständige Formeln
Meldestatus jedes Artikels bestätigen Bereits einzeln gemeldet oder neu auf dem Markt
Alle speziell fürs Set vorgenommenen Formeländerungen markieren Saisonaler Duftstoff, neue Farbe, andere Größe mit geändertem Konservierungssystem
Neue Meldungen oder Änderungsmeldungen für alles Neue oder Geänderte einreichen Vor dem ersten Verkauf des Sets
Bestätigen, dass das Etikett jedes einzelnen Produkts vollständig und korrekt ist Auch innerhalb gemeinsamer äußerer Verpackung

Der Vorteil, so früh zu denken

Sobald einzelne Produkte ordnungsgemäß gemeldet sind, ist der Aufbau neuer Bundles und Geschenksets künftig meist reine Zusammenstellung, kein Compliance-Projekt, solange du aufpasst, echte Formeländerungen zu erkennen, die speziell für das Set gemacht wurden. Das ist der Moment, den es zu prüfen lohnt, nicht das Bündeln selbst.

Wenn du eine saisonale Produktreihe mit mehreren neuen Duft- oder Größenvarianten auf einmal vorbereitest, lässt Cosmetic Comply dich eine frühere Meldung für eine kleine Variante duplizieren, statt von null anzufangen, was genau der Situation entspricht, die Geschenksets schaffen: größtenteils vertraute Produkte mit einer Handvoll echter Änderungen, die trotzdem ihre eigene ehrliche Meldung brauchen.

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