Wie INCI-Namen von Farbstoffen auf CI-Nummern in einer Meldung abgebildet werden
Ein Leitfaden dazu, wann ein Farbstoff mit seinem INCI-Namen wie Titanium Dioxide und wann er als CI-Nummer wie CI 77891 in einer kosmetischen Meldung erscheint.
Farbstoffe sind die eine Kategorie, in der die Regel "nimm einfach den INCI-Namen" unscharf wird, weil viele Farbstoffe sowohl einen INCI-Namen als auch eine Colour-Index-Nummer, kurz CI-Nummer, besitzen, und beide tauchen je nach Inhaltsstoff und Region austauschbar auf. Hast du schon einmal auf eine Inhaltsstoffliste mit "CI 77891" gestarrt und dich gefragt, ob das dasselbe ist wie das Titanium Dioxide, das du bei deinem Lieferanten gekauft hast, bildest du dir die Überschneidung nicht nur ein.
Woher CI-Nummern stammen
Der Colour Index ist ein Nummerierungssystem, das ursprünglich für die Farbstoff- und Pigmentindustrie im Allgemeinen entwickelt wurde, nicht speziell für Kosmetik. Kosmetikvorschriften haben es übernommen, um Farbstoffe präzise zu identifizieren, denn die Chemie von Farbstoffen kann kompliziert werden, und eine CI-Nummer legt ein bestimmtes Pigment oder einen bestimmten Farbstoff genauer fest als es ein allgemein beschreibender Name könnte.
INCI-Namen hingegen sind das standardisierte allgemeine Namenssystem für kosmetische Inhaltsstoffe. Bei den meisten Farbstoffen existieren sowohl der INCI-Name als auch eine bekannte CI-Nummer, und beide verweisen auf dieselbe Substanz.
Titanium Dioxide als klarstes Beispiel
Titanium Dioxide eignet sich gut als Anker, weil du es in beiden Schreibweisen antriffst:
- Als Titanium Dioxide, seinen INCI-Namen, in einer Inhaltsstoffliste, die auf allgemeine Lesbarkeit abzielt.
- Als CI 77891, seine Colour-Index-Nummer, besonders in regulatorischer oder technischer Dokumentation, oder wenn es speziell als Farbstoff fungiert statt etwa als UV-Filter oder Trübungsmittel in einer Formel.
Dieselbe Substanz, dieselbe CAS-Nummer darunter, aber je nach Kontext und Funktion eine andere Kennzeichnungskonvention.
Warum dieselbe Substanz zwei Hüte tragen kann
Titanium Dioxide ist auch für etwas anderes ein nützliches Beispiel: Es kann in einem Produkt als Farbstoff fungieren und in einer Sonnenschutzformel als etwas anderes, etwa als physikalischer UV-Filter. Da Sonnenschutzmittel als rezeptfreies Arzneimittel und nicht als Kosmetikum reguliert werden, kann die geltende Kennzeichnungskonvention von der abweichen, die du in einem reinen kosmetischen Farbstoffkontext verwenden würdest. Das ist eine gute Erinnerung daran, dass die Funktion zählt, nicht nur die Identität, wenn du entscheidest, wie ein Inhaltsstoff auf einer bestimmten Meldung erscheinen soll.
Eine kurze Zuordnungstabelle
| INCI-Name | CI-Nummer | Typische Funktion |
|---|---|---|
| Titanium Dioxide | CI 77891 | Weißpigment, Trübungsmittel |
| Iron Oxides | CI 77491 / CI 77492 / CI 77499 | Rote, gelbe, schwarze Pigmente |
| Mica | Meist ohne CI-Nummer | Schimmer-/Perlglanzbasis |
| Ultramarines | CI 77007 | Blaupigment |
| Chromium Oxide Greens | CI 77288 | Grünpigment |
Beachte, dass Eisenoxide je nach verwendetem Oxidton drei separate CI-Nummern tragen. Das ist eine häufige Falle, denn "Eisenoxid" als beiläufige Lieferantenbeschreibung kann verbergen, welches konkret CI-nummerierte Pigment, oder welche Mischung davon, tatsächlich in deinem Produkt steckt.
Praktischer Hinweis für die Meldung
Wenn du deine Formel für eine Meldung zuordnest, ist der sichere Ansatz:
- Bestätige bei deinem Lieferanten, welcher konkrete Farbstoff, und welche CI-Nummer, falls zutreffend, in deiner Charge enthalten ist.
- Führe den INCI-Namen als primären Identifikator auf, da das System deine Meldung standardmäßig erwartet.
- Halte die CI-Nummer in deinen eigenen Unterlagen bereit, da sie eine präzisere Unterscheidungshilfe ist, falls jemals eine Frage zu einem Farbstoff aufkommt, und manche Formate erwarten sie neben dem INCI-Namen.
- Gehe nicht davon aus, dass "natürlicher, glimmerbasierter Farbstoff" oder eine ähnliche Marketingbeschreibung alles verrät, denn solche Angaben haben oft gar keine CI-Nummer und werden stattdessen direkt über ihren eigenen INCI-Namen zugeordnet.
Wo es in der Praxis hakt
Die zwei wiederkehrenden Fehler sind, eine CI-Nummer als optionale Nebensächlichkeit statt als echte Unterscheidungshilfe zu behandeln, und anzunehmen, dass jeder Farbstoff eine hat. Botanische oder mineralische Farbstoffe tragen manchmal überhaupt keine CI-Nummer und werden rein über den INCI-Namen identifiziert. Die Regel lautet nicht "jeder Farbstoff braucht eine CI-Nummer", sondern "prüfe, wie dein konkreter Farbstoff dokumentiert ist, und rate nicht."
Arbeitest du eine Formel mit mehreren Farbstoffen aus unterschiedlichen Lieferantenquellen durch, ist die korrekte Zuordnung jedes einzelnen zu seinem INCI-Namen und seiner CAS-Nummer, samt Markierung, wo eine CI-Nummer relevant ist, genau die Detailarbeit, die Cosmetic Comply als Teil der Zuordnung deiner Inhaltsstoffliste vor der Meldung übernimmt.
Schicken Sie uns Ihre Inhaltsstoffe, den Rest übernehmen wir
Ein kurzes Aufnahmeformular genügt, um loszulegen. Jeder Inhaltsstoff wird gegen die Verbots- und Beschränkungslisten Ihres Marktes geprüft, anschließend reichen wir Ihre Meldung ein und Sie erhalten eine Nummer, mit der Sie den Status verfolgen können.
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